Adolf Burger

Als einer der letzten Zeitzeugen berichtete er bis ins hohe Alter in Schulen über seinen Leidensweg, der von seiner Verhaftung 1942 in der Slowakei durch die Konzentrationslager Auschwitz, Birkenau, Sachsenhausen, Mauthausen, Redel Zipp bis zur Befreiung im Mai 1945 im KZ Ebensee führt.

Adolf Burger verfolgt die abenteuerliche Geschichte des „Unternehmens Bernhard“, wie es nach dem Vornamen des Fälscherchefs, SS-Sturmbannführer Bernhard Krüger, genannt wurde, und legt Zeugnisse von Mithäftlingen und Dokumente vor, die dessen verbrecherisches Wesen enthüllen.

Im Konzentrationslager Sachsenhausen fälschten von 1942 bis 1945 auf Befehl der höchsten Naziführer und unter ständiger Todesdrohung 144 jüdische Häftlinge mit Berufen aus dem grafischen Bereich englische Pfundnoten und US-Dollar in Milliardenwerten sowie Wertpapiere, Briefmarken und Dokumente als Teil der faschistischen Kriegsführung.

In seinem Buch „Des Teufels Werkstatt“ schildert Adolf Burger die größte Fälschungsaktion der Geschichte.

2006 wurde der Spielfilm „Die Fälscher“ gedreht. Das Drehbuch basiert auf den Erinnerungen Adolf Burgers an seine Zeit in Sachsenhausen. Der Film mit August Diehl in der Rolle von Adolf Burger wurde 2007 auf der Berlinale uraufgeführt. Er erschien im März 2008 in Deutschland und Österreich und gewann im Februar 2008 bei der 80. Oscarverleihung – als erster österreichischer Film überhaupt – die Auszeichnung in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“.

Adolf Burger starb am
6. Dezember 2016 in seiner Heimatstadt Prag. Sein Werk wird unvergessen bleiben.

http://www.stiftung-bg.de/gums/faelscher/

http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Burger